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HCM bei den Maine Coon
oder "wie vermarktet man die Angst?"
Viele Maine Coon- und inzwischen auch NFO- Züchter sind, seit es den
vet.med. MybPC3-Gentest gibt, damit konfrontiert, sich von ihren
viel versprechendsten Zuchttieren trennen zu müssen... sollten diese denn als homozygot (reinerbig = vererbt diese
Veranlagung zu 100% an seine Nachkommen) getestet worden sein...Oder
bei einem "nur" heterozygot (mischerbig) getesteten Tier zu hoffen,
dass im nächsten Wurf ein NN-Tier fällt, mit dem man/frau weiter
züchten kann. Wobei dies ja nur ein Test auf 1 von ca. 150 Genen
ist, auf welchen bei Katzen die HCM liegt...
dieses Testergebnis entspricht also einer diagnostischen
"Sicherheit" von 0,75% bezüglich der tatsächlichen Veranlagung des entsprechenden
Tieres HCM zu bekommen bzw. zu vererben!
-wie sinnvoll klingt das?
Für mich sind/waren diese labor-genetischen-schulmedizinischen Tests
die schlimmste Geldmache!!!!!
Und
nun stellt Euch vor, sogar ich MUSSTE meine Katzen aktuell diesem
Test unterziehen!!!!!!!!!!!!
Weil
rund um mich herum jeder nur Tiere kauft, die von N/N Eltern
sind..............!
Und
das, obwohl alle wissen, dass man/frau sich mit dem
Ergebnis - wissenschaftlich von anerkannten Fachmedizinern
bestätigt- tatsächlich genauso gut den...... abputzen könnte...!
-was dessen wissenschaftliche Relevanz angeht! -und da seit einiger Zeit noch ein
neuer Test auf ein zweites HCM auslösendes Gen auf dem Markt ist, fallen dann jeweils wieder XX% der Zuchttiere durchs Sieb! Und wer
macht den dicken Reibach...?
Sogar Käufer, die "nur" ein Maine Coon-Liebhabertier suchen, wissen
inzwischen um diese schreckliche vererbbare Krankheit bei den Maine
Coons! Denn selbstverständlich möchte keiner, der seine Tiere liebt,
seine Samtpfote vor Ablauf der natürlichen Zeit -und schon gar nicht
auf so grausame Art und Weise!- sterben sehen, wie die Hypertrophe
Kardiomyopathie (HCM) es prophezeit!
Der Druck auf uns Coonie-Züchter ist also beständig vorhanden... ja,
riesengroß!!!!!!!!! Und durch die pure Existenz einer (minimalen)
Möglichkeit auf ein/zwei oder vielleicht mal drei der
HCM-auslösenden Gene testen zu können (von ca. 150)... -wer auf sich
hält, tut das! Also müsste es heißen ...darauf testen zu MÜSSEN! -perfekter kann Angst gar nicht
vermarktet werden! Überall in der Marktwirtschaft funktioniert
dieses Prinzip... also: Warum nicht auch hier...? Mit uns?! Nur damit eins klar ist: Ich halte Züchter, die
diese Krankheit vollkommen ignorieren, selbstverständlich auch für
Verantwortungslos!!!!!!!! Nun haben viele Züchter inzwischen
erkannt, dass die Labor-Test-Ergebnisse nicht aussagekräftig genug
sind, um sichere und züchterisch verantwortungsvolle Konsequenzen
daraus ziehen zu können!
Man/frau mag sich nicht mehr darauf verlassen... zu viele hatten
jedes zweite Zuchttier ausmustern müssen, obwohl es GESUND war und
anscheinend weiterhin bleibt! Ein Beispiel: Nur mal angenommen, da
ist deine Katze auf einem Gen heterozygot...
aber auf allen anderen 149 liegt keine HCM... wie groß ist die
Wahrscheinlichkeit, dass sie an HCM krank wird und diese vererbt?
Genauso ist es umgekehrt: Der Labortest ist negativ und Du züchtest
damit in "gutem Glauben"! -aber auf allen anderen 149 Genen liegt
bei dieser N/N-Katze die Veranlagung womöglich homozygot (zu 100%
vererbend!!!)
die HCM????? -sprich mit 99,25% Wahrscheinlichkeit kriegt dieses
Tier HCM (vorher ist der Schall auch negativ!) und -vor allem-
vererbt es diese Veranlagung... -aber du hast ja getestet und
geschallt, dies auf deiner HP veröffentlicht (weiße Weste?!)...
-und irgendwann "knallt" es!!! Aber auch das Schallen des
Coonie-Herzens ist leider nicht sicher! Das Ergebnis ist schon
sicher... aber sein Wert wird dadurch geschmälert, dass es schlicht
und einfach eine Momentaufnahme ist!!!!!!
-und bleibt zwangsläufig prognostisch eine Glückssache, weil keiner
der Herz-Spezialisten in die Zukunft sehen kann!!!!! Die
Doppler-Sonographie des Herzens garantiert nicht für ein Jahr im
Voraus... soll aber "nur" jährlich oder sogar nur alle zwei Jahre
gemacht werden! Namenhaft Ãrzte geben darüber hinaus zu, dass das
Schallen eines Maine Coon-Katers vor dessen 2.Lebensjahr und einer
Maine Coon-Katze sogar nicht vor einem Alter von 3 -4 Jahren, nicht einmal
wirklich sinnvoll sei! ... upsi!
Nun sag mir mal einer, was man/frau den vielen Kittenkäufern
erzählen soll, die Babys von einem Jahre später erkrankten Tier
bekommen haben UND damit vielleicht sogar gezüchtet haben,
wenn sein Deck-Kater (der vor Zuchteinsatz mit 10Mon. HCM-o.B.
geschallt wurde) mit 2-3 Jahren DOCH im Schall positiv ist?! Rechnet
mal aus, was ein Deckkater im Verlauf von knapp 3 Jahren an Kitten
gezeugt haben kann.... -die sich inzwischen auch schon reproduziert
haben können! Wir könnten allerdings auch solange mit deren
Zuchteinsatz warten... hahaha
Soweit... so schlecht! Ich möchte alle
alternativ-medizinisch-"gläubigen" Maine Coon-Züchter/Besitzer auf
eine kostengünstige, schmerz- und stressfreie Untersuchungsmethode
hinweisen, die auf HCM und weitere, ebenfalls vererbbare Defekte
bzw. Erkrankungen untersuchen kann.
Eine naturwissenschaftliche bio-informative Untersuchungs-Methode,
die (an Hand von Haaren) eine Belastung des getesteten Tieres durch
u.a. genetische Defekte/Erkrankungen nachweist!!! -den
Pilus-Esch-Test!
Die Tierheilpraktikerin Frau Sylvia Esch führt im Rahmen des von ihr
selber entwickelten Pilus-Esch-Tests auch einen HCM-Test durch.
Frau Eschs Testergebnis sagt aus, ob Katzen an z.B. HCM-belastet
sind! -also, ob sie daran erkranken können und diese Veranlagung
weitervererben..., oder eben nicht! = positiv oder eben negativ!
-diese Aussage reicht MIR völlig, denn das zu wissen ist MIR
wichtig!!!! Im übrigen gibt es auch erworbene Herzerkrankungen...
Ja, auch die HCM kann erworben werden, ohne vererbt worden zu
sein!!!!!
Umwelt- und Medikamente (Nebenwirkungen) können den Organismus jedes
Lebewesen im Lauf seines Lebens veränden und beeinflußen! ...und wir
sprechen hier von Lebewesen!!! -was ist da schon sicher?????
Ich publiziere den Test von Frau Esch sehr gerne, weil ich der
Überzeugung bin, dass er vielfältiger und sinnvoller ist! Vor allem
aber, weil er jegliche Veranlagung zu HCM und deren Vererbung an
Nachkommen bestätigt oder eben ausschließt! -somit logischerweise
viel sinnvoller ist, als der schulmedizinische Gentest auf wenige
auslösende Gene von (wie?) vielen!!!
Ein von Frau Esch HCM-positiv getestetes Tier ist natürlich
regelmäßig auf den Ausbruch dieser Erkrankung zu testen (Schall oder
wiederum bei Frau Esch!)
Ich habe/werde alle meine Coonies bei Frau Esch auf HCM testen lassen...
bis auf meine Schnutie, inzwischen kastriert, sind all meine Zuchttiere nicht genetisch
belastet durch HCM= negativ.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Pilus-Esch-Test die BESTE Vorsorge, die ich
für meine Katzen leisten kann! Hier zitiere ich Frau Eschs Antwort auf die wichtigste aufkommende
Frage... -die Frage, die vermutlich auch Euch auf der Zunge liegen
werden:
Frau Esch: Ich führe einen Gendefekt-Test durch, der u.a.
Herzerkrankungen (incl. HCM) beinhaltet. Ich bin der Überzeugung,
dass er sicherer ist als der Bluttest. 100%ig, also perfekt, ist
leider nichts auf der Welt ;-) ...
Fehler können immer unterlaufen, sobald Menschen daran beteiligt
sind.
Wer möchte, kann alle weiteren Erklärungen zum Pilus-Esch-Test auf
der Seite von Frau Esch nachlesen:
http://www.tierheilpraxis-esch.de
oder
http://www.tierheilpraxis-esch.de/kapet.htm
-und wer Fragen an mich hat kann sich gerne bei mir melden!
Ulli Habben
~
Herr
Dr. Jan-Gerd Kresken hat zum Thema Katzenherzen auch Lesenswertes
veröffentlicht!
Nachzulesen
unter... -klick
auf die Pfote-
~
Ausszug von
ZECHENHAUS
Neues zum HCM-Gentest
Von der Medizinischen Kleintierklinik der
Ludwig-Maximilians-Universität in München wurde eine Studie zu den
beiden in Deutschland verfügbaren Gentests auf HCM bei Maine Coons
durchgeführt.
Das Ergebnis zeigt, dass der Gentest nichts bringt. Die Studie
ergab, dass Maine Coons mit HCM genauso häufig positiv im Gentest
getestet werden, wie Maine Coons ohne HCM. Deshalb lohnt sich die
Investition in einen Gentest einfach nicht.
Im Folgenden haben wir das Ergebnis der Studie abgedruckt, die am
letzten Wochenende im Rahmen eines Vortrags auf einem Fachkongress
für Tiermediziner in Giessen präsentiert wurde.
Genetische Assoziation der A31P- und A74T-Polymorphismen mit der
felinen hypertrophen Kardiomyopathie bei der Maine Coon
C. Schinner, K. Weber, K. Hartmann, G. Wess, Abteilung für
Kardiologie der Medizinischen Kleintierklinik der
Ludwig-Maximilians-Universität München
Einleitung: Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste
feline Herzerkrankung mit autosomal dominantem Erbgang und
variierender Penetranz.
Die A31P- und A74T-Polymorphismen (SNPs) im kardialen Myosin binding
protein C3-Gen (MYBPC3) werden derzeit als kausale Mutationen bei
Maine Coon-Katzen angesehen.
In der Praxis weichen Ultraschalldiagnosen häufig vom Genotyp ab.
Von züchterischer sowie tierärztlicher Seite ist unklar, wie mit
herzgesunden Genotyp positiven Katzen verfahren werden soll. Ziel
der Studie waren deshalb die Evaluierung der klinischen Assoziation
beider SNPs sowie die Beurteilung der klinischen Validität bereits
vermarkteter Gentests.
Material und Methoden: 83 Maine Coon-Katzen und 68 Katzen
unterschiedlicher Rassen gingen in die Studie ein. Weibliche Tiere
mussten älter als 36 Monate,
männliche älter als 24 Monate sein. Der Phänotyp "herzgesund" oder
"HCM" musste eindeutig zuzuordnen sein. Die Phänotypisierung
erfolgte mittels Herzultraschall, die Genotypisierung mittels Taqman®
Genotyping Assays.
Ergebnisse:
21,13% der herzgesunden Tiere waren im Gentest positiv für den A31P-
und 32,84% für den A74T-SNP.
75% der HCM-Gruppe trugen das gesunde Allel bezüglich des A31P- und
50% bezüglich des A74T-SNPs.
Die Allelfrequenzen unterschieden sich zwischen den Phänotypgruppen
nicht signifikant. Anhand der vorliegenden Studienpopulation bestand
kein Hinweis,
dass bereits vermarktete Gentests einen prädiktiven Wert besitzen.
Eine computergestützte Proteinanalyse ordnete die Auswirkung der
SNPs auf das Protein als benigne ein.
Der A31PPolymorphismus ist spezifisch für Maine Coons, während der
A74T-Polymorphismus auch bei anderen Katzenrassen vorkommt.
Schlussfolgerungen: Mit der untersuchten Patientenzahl wurde keine
Assoziation zwischen der HCM und den untersuchten Polymorphismen
gefunden. Der Goldstandard für die Zuchtauslese besteht weiterhin in
der jährlichen echokardiographischen Untersuchung.
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